Um meinen Ansatz und meine Arbeit, die Zellulär-Energetische Körperarbeit (Z.E.K.) verständlich zu machen, habe ich die Prinzipien mittels einer Aufsplittung in die drei Hauptbereiche aufgeteilt.

 

Die Zelle

 

Der kleinste lebende Nenner unseres Körpers ist die Zelle. Wie physiologisch schon lange bekannt ist, bilden unzählige ihrer Art in ihren unterschiedlichen Ausführungen unseren lebenden Organismus. Angetrieben von ihrer Aufgabe, Leben zu vollführen, sind sie das erdgebundene Teilstück unseres Daseins hier auf diesem Planeten.

 

Der arbeitstechnische Fokus liegt auf der Bearbeitung derjenigen zellulären Strukturen, welche in ihrer Offenheit und Durchlässigkeit blockiert sind und damit eine körperliche Einschränkung im Gesamtbild aufzeigen. Denn diese Bereiche können zum Beispiel festgehalten, verdichtet, verschlossen oder verhärtet sein.

 

Zelluläres Zusammenziehen passiert immer dann, wenn bewusst oder unbewusst ein aktiver Aufwand im System betrieben wird, um unterschiedliche Bereiche im Körper festzuhalten und zu kontrollieren. Dies passiert in der Regel auf Grund persönlicher emotionaler Unfreiheit und dem nicht freien fliessen lassen des natürlichen, authentischen Ausdrucks, was das Äussern und Zulassen der menschlichen Gefühle und Kräfte beinhaltet. Auch aus Vorstellungen und Überzeugungen, wie es oft im Leistungssport der Fall ist, wird aktiv an der Verdichtung der Struktur gearbeitet, was oft auf Kosten der Gesundheit auf eine vorübergehende Kraftsteigerung und Abhärtung abzielt.

 

Die Offenheit eines gesamten zellulären Systems hängt davon ab, wie dicht die zelluläre Struktur gehalten wird. Schwierigkeiten in der Anbindung, der Verankerung und der Körperwahrnehmung sowie im Fühlen der ganz puren menschlichen Gefühle haben immer wieder den Ursprung in eben dieser Dichte.

 

All unsere Erfahrungen, alles was wir erleben und durchleben, tragen Informationen mit sich, die in unseren Zellstrukturen gespeichert werden. Ein positiver und heilender Umgang damit ist nur möglich, wenn ein bewusstes Hinschauen praktiziert wird, was einen permanenten Fokus auf den Körper und die Gefühle voraussetzt. Dieses Gewahrsein ist ein Schlüssel, um im Alltag die Momente zu erfassen, in denen Veränderungen im Körper passieren, damit wir neu und zukunftsorientiert agieren können.

 


 

Die Energie

 

Ohne Energie wären wir nicht.

 

Energie macht mehr von uns aus, als wir vielleicht glauben. Energie steckt in und um uns, findet sich in jedem Bereich dieser Erde, in der Natur und im Universum wieder. Sie wird sichtbar, sobald sie in Bewegung kommt. Sie wird fühlbar, im Aussen wie im Innen, wenn wir uns auf sie einlassen.  Jeder Mensch trägt seine ganz eigene Energie, die so individuell ist, wie eines Jeden Fingerabdruck.

 

Dieses Gegenstück zu unserer Physis trägt jene Informationen mit sich, welche uns, neben den äusseren Unterscheidungsmerkmalen des Körpers, wirklich ausmachen und von anderen abhebt.

 

Werden wir in diese Welt geboren, so befinden wir uns im Prozess der Inkarnation. Dies beschreibt die Vereinigung unserer Energie oder auch unserer Essenz mit dem Körper. Das ergibt das gewünschte Ankommen auf dieser Erde, wobei wir über den Körper annehmen, was wir sind.

 

Aus einer anderen Perspektive könnte man auch sagen, wir steigen in unser eigenes, individuelles Gefährt ein.

 

Dieser Prozess läuft über den Moment der Geburt hinaus und braucht zu seiner Vollendung ein Umfeld, welches Liebe und Vertrauen in sich birgt und darauf aus ist, die Natürlichkeit, Individualität und Purheit des langsam heranwachsenden Menschen zu begrüssen, zu unterstützen und beizubehalten. So würden wir uns kennen lernen und uns dem Fluss hingeben können, welcher uns ausmacht, was wir sind.

 

Äusserliche wie auch innerliche Umstände führen jedoch immer wieder dazu, dass dieser Prozess eingeschränkt, unterdrückt oder sogar ausgeblockt wird. Ursachen dafür sind frühe Konditionierungen und Prägungen aus der Kindheit, aber auch Religion, Kultur oder einfach nur Unterdrückung und Angst.

 

Dies hat zur Folge, dass die hochkomplexen energetischen Verbindungen, welche auch stark mit unseren Gefühlen zusammenhängen, sich nicht in der Stabilität und Freiheit ausbilden können, wie es für uns notwendig und zuträglich wäre und die wir für unsere Eigenständigkeit und Selbstbestimmtheit in unserer Gesellschaft benötigen.

Nach und nach und oft unbemerkt, weil für normal gehalten, wird damit eine permanente Unterdrückung etabliert. Wir laufen auf Sparflamme oder sogar noch darunter.

 

Es ist aber allgemein bekannt, dass Energie nicht vergeht.

Wenn wir bei jedem Menschen von einer grundsätzlichen Energiemenge von 100 % ausgehen, die in einem Einzelfall zu 40 % zugelassen wird, was im Durchschnitt gesehen bereits ein hoher Wert ist, muss für die restlichen 60 % auch eine Verwendung gefunden werden, da man sich nicht einfach von ihr trennen kann.

 

Ein im Körper betriebener Aufwand der Unterdrückung kann genauso «anstrengend» sein, wie aus Freude und Lust einen Berg zu besteigen. Dieser Aufwand ist aber meist so gewohnt und mit uns verschmolzen, dass er in den meisten Fällen zur Normalität geworden ist. Wir sind taub geworden für unsere eigenen Empfindungen und damit auch für unsere Gefühle.

 

Wichtig wäre noch zu erwähnen, dass auch Erfahrungen seelischer Natur verborgene Ängste beinhalten, die Ursache dafür sind, dass einem eigenen Heranschreiten an die festgehaltenen Energien ausgewichen wird. Sie bleiben nur meistens im Unbewussten liegen und brauchen daher einen Input von aussen, der auf sie aufmerksam macht.

 

 

Der Körper

 

Zusammengesetzt aus dem Kleinsten, ist es der Körper, der uns das Leben ermöglicht. Er ist unser Werkzeug, unser Zuhause unser Freund und unterliegt unserer Energie. Er braucht Nahrung in Form von Essen aber auch in Form von Zuwendung, wie zum Beispiel Liebe, Freude und Lebendigkeit.

 

Es ist wichtig zu erkennen, dass wir von zwei verschiedenen Ebenen Zugriff auf unseren Körper haben. Zum einen von Seiten unseres Verstandes, zum anderen von Seiten unseres Gefühls, bzw. von unserer Energie. Letzteres bezieht sich direkt auf die permanenten Signale, welche uns unser Körper in jedem Moment gibt und die wir fühlen könnten, wenn wir unsere Kontrolle aufgeben und uns auf unser Inneres einlassen.

 

Hier wäre es wertvoll, eine Entscheidung zu treffen, welcher Seite wir die Führung überlassen möchten, wenn es um die Frage geht, ob wir ihm die Freiheit schenken möchten, die er für sein Wohlbefinden braucht.

 

Denn er zeigt uns ganz genau auf, wenn mit uns etwas nicht stimmt, spiegelt aber andererseits auch, wenn ihm etwas sehr zuträglich ist. Wir sind für ihn verantwortlich und er ist darauf angewiesen, dass wir ihm zuhören. Er ist zu vielem in der Lage, hat aber auch seine Grenzen.

 

Hierzu braucht es aber eine Verbindung. Eine Verbindung zu unserem Körper, zu unserer Physis, die, wie bereits beschrieben aus verschiedenen Gründen immer wieder nicht oder nur wenig vorhanden ist.

Genau diese Verbindung gilt es zu stärken, indem im ersten Schritt das bearbeitet wird, was allgemein als körperliche und emotionale Panzerung benannt wird.

 

Meine Arbeit in Umsetzung

 

Ich verfolge den Ansatz, zu aller erst, ungeachtet der Ursache, über eine gezielte Wahrnehmung des momentanen körperlichen Ist-Zustandes, eine Ausgangslage zu erfassen, aufgrund welcher weitere Schritte gegangen werden können.

 

Verbunden mit dem Ernstnehmen und Einbinden des ganz puren menschlichen Gefühls, wird anschliessend ebenfalls geschaut und erforscht, in wieweit eine eigene Verbindung des Klienten zu sich selbst, der eigenen körperlichen Wahrnehmungsmöglichkeit und des Gefühls vorhanden ist und inwieweit körperliche Blockaden erkennbar sind. 

 

Mittels äusserer Impulse in Form von Gegenspannung und Gegendruck in Kraft, Intensität und Gefühl, kombiniert mit dem eigenen bewussten körperlichen Ausdruck des Klienten, wird das Ausgleichen des Spannungsniveaus bewirkt, welches ein Öffnungsmoment in den zellulären Strukturen zur Folge hat.

Durch das Einbinden des Gefühls und der Bewusstmachung der Qualität der festgehaltenen Energie im Körper, werden über Vertrauen die ungelebten Emotionen ans Tageslicht gebracht, die der Blockade zugrunde liegen.

Die Interaktion zwischen Klient und Therapeut in einem gegenseitigem Vertrauen ist hier unabdingbar und absolute Basis, weil nur so ein tiefes Einlassen möglich wird.

 

Das Ansprechen der oft auch intuitiv gefundenen Reiz- und Angelpunkten wird dazu genutzt, das ganze System einzubinden und wichtige Verbindungen wieder freizulegen und zu stärken. Die Intensität des Impulses richtet sich dabei nach dem jeweiligen Grad der Blockade und des bewusst/unbewussten aktiven Haltens des Klienten.

 

Damit werden die verborgenen Energien Schritt für Schritt freigesetzt, welche in den zellulären Strukturen gespeichert waren.

 

Ein permanenter Fokus auf den Körper dient dazu, die eigene physische Verankerung mittels Fühlen und Spüren zu stärken und damit das Abbauen der Blockaden bzw. das Abklingen der daraus resultierenden Symptome herbei zu führen.

 

Wird sich getraut, sich wirklich einzulassen, verhilft dies dem Klienten zu einem besseren oder vielleicht sogar erstmalig fühlbaren Zugang zu seiner physisch fühlbaren Existenz. 

Daraus ergibt sich die Möglichkeit, eingefahrene Gewohnheiten zu verlassen und den Moment zu nutzen, um in eine neue Richtung zu gehen, welche im besten Falle der inneren Wahrheit entspricht, bzw. der wahren Absicht der Essenz eines jeden Menschen.


Dies öffnet, schafft Raum, erlaubt neues Leben und befreit.

 

Vertrauen, Kraft und Liebe bilden die Plattform, auf der verborgene Teile des Menschen in seinem ganzen Sein vielleicht endlich die Chance bekommen, wieder im Licht zu strahlen, damit das Leben, die Lebendigkeit und die Gefühle wieder die Bedeutung bekommen, die sie verdienen.